„Die Lehrer aber werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die, die viel zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich.“
Buch Daniel (12,3)

Bei uns ging es seit Jahren schon um das geistige Werden,
um hoch inspirierende Bildungsmomente, die uns viel Unbewusstes erkennen ließen. Aus aktuellem Anlass, bearbeiten wir derzeit wieder das Thema der geistigen Wandlung, um manchem durch einen Quantensprung letztendlich die Ebene des reinen Seins zu ermöglichen.

Herzlich willkommen!

Wir befinden uns innerhalb eines fundamentalen Umbruchs. Gewohntes zerfällt, löst sich auf – und für manche völlig überraschend. Jahrzehntelange Sicherheiten gehen verloren. Und man weiß anscheinend nicht einmal warum. Für Unvorbereitete ein Drama! Und dennoch etwas ganz Normales für Wissende. Und daher auch für viele frühere Schüler oder die derzeitigen Freunde der Ulmer Heilandragogik, die lässig damit umzugehen wissen, wie uns verschiedentlich mitgeteilt wird.

Aus diesem Anlass geben wir einen verkürzten Überblick über die sehr weitgespannten Lehrinhalte der letzten Jahrzehnte. Im Zentrum unseres Unterrichts stand immer das seelisch-geistige Wachstum des Einzelnen und damit der uralte Wandlungssatz Goethes: „Und solang du das nicht hast, dieses Stirb und Werde, bist du nur ein trüber Gast, auf der dunklen Erde!“ Gewundert haben sich die Schüler dabei kaum, höchstens aber, dass Goethe von einer dunklen Erde sprach! Auch Astrologie Praktizierende verstanden bald, warum das 8. Haus sowohl das Haus der Ehe wie auch das Haus des Todes gleichermaßen versinnbildlicht. Viele wurden sich des ubiquitären Prinzips, des Löse und Binde, („Solve et Coagula“) dehalb auch mehr und mehr bewusst und nahmen eintretende Veränderungen in ihrem Leben locker und als Chance.

Anderen war es wichtig sich zu merken, was der Buddhismus seit Jahrtausenden dem Menschen schon kundtat, unsere Welt ist eine Illusion, eine Fata Morgana. Es gibt sie nicht! Was wieder mit der modernen Neurophysiologie korrespondiert. Wir sprachen damals darüber, dass der Religionsstifter der Christenheit, fast schon mit dem Buddhismus übereinstimmt, da er über sich selbst offenbarte: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“.  Wir verwiesen auch oft auf das Buch der Weisheit, das Tao Te King, (das schon 2500 Jahre vor Christus geschrieben wurde) und erinnerten daran, dass es schon damals dort hieß „Nicht im Erfassenwollen, sondern im Lassen enthüllt sich das Unbegreifliche“. Damit wurde den Schülern eine Parallelität zur Bergpredigt des Nazareners bewusst, worin gesagt wird „Selig die Armen im Geiste…“, was uns darüber wieder auf die lange Praxis der Meditation vieler östlicher Glaubensrichtungen verweist. Und so manchem Schüler dämmerte auch, dass es außerhalb der  – in Richtig und Falsch Begriffe aufgespaltenen – aristotelischen Logik noch ganz andere, übergeordnete Denkräume gibt, wie z.B. das analoge Denken eines Heraklit, dessen sich die alte, hohe Kunst der Astrologie bedient. Dass Dante in seiner „Göttlichen Komödie“ die Aussage machte: „Du, der du hier eintrittst (durch den Geburtskanal), lass alle Hoffnung fahren!“ ließ unsere Schüler ebnso aufhorchen und auch, als es im Buch ACIM zur Entzauberung des Egos kam durch den Hinweis: „Suche, aber finde nicht“. Wums! Da war sie wieder, diese  deutliche Korrespondez zum Mythos des Sündenfalls: Sie wollten selbst sein wie Gott und meinten plötzlich wissen zu können, was Gut und Böse ist. Die Wahrheit aber ist: Nichts ist ohne sein Gegenteil wahr (Martin Walser). Durch diese Glaubenssätze verlohren die Menschen das Paradies, das ewige Sein, wurden zwangsläufig sterblich – einschließlich ihrer Werke, die immer wieder zerfallen. Doch auch der Tod ist nur Illusion. Wer Augen hat zu sehen, der sieht es tatsächlich: Die Einzelnen kommen durch den Geburtskanal wieder. Die Geschichte der Menschheit ist ein einziges, bitteres Zeugnis des Scheiterns, des Auferstehens und Vergehens. Kurzum, auch die Wissenschaftler der Aufklärung und Moderne könnten längst erkennen, dass damit die Welt unserer linearen, logischen Vorstellungen immer wieder einstürzen wird, einschließlich aller darin enthaltenen, vermeintlichen Errungenschaften.

AUFGEPASST!

Wir sind nicht der Meinung,  w i r  könnten diese Welt verbessern, denn sie ist nur Schein. (Uns selbst und unsere Homepage aber umso mehr.)
Wir favorisieren also nicht das gedankenlose vor sich Hinleben, ein auf die Masse hören oder ein mit den Wölfen heulen.
Wir verstehen uns als introspektive Forscher hoher geistiger Prinzipien und Pioniere bezüglich unseres eigenen Daseins – wir wollen hin zu uns selbst und letztlich zu einem tiefen, inneren Frieden – bis über den Tod hinaus.
So befleißigen wir uns eines tiefen Nachinnengehens, eines sehr genaues Erfühlens (Wahrnehmens) unseres inneren Seins wie auch eines Hinhörens (Wissen) auf die Ausführungen der Dichter und Denker und der verschiedenen hohen Geistesführer der Menscheit um – ja – noch höhere Erkenntnis zu erlangen.
Wir beobachten dabei den Widerspruch zwischen Seele und Verstand oder die Polarität von Dasein und Wachsein – um es in der Sprache Oswalds Spenglers auszudrücken. Die Zeitqualität hierfür ist geradezu ideal.

Unser Bildungsprojekt wurde aber schon in den 90-ger Jahren vom Gesundheits- und Sozialministerium BW begutachtet und als Prävention für mehr Gesundheit und weniger Krankheit ausdrücklich empfohlen. Wir seien eine Spezialtruppe innerhalb der Gesundheitsvorsorge, so schrieb man uns, die unbedingt noch mehr Ausbreitung finden sollte. Dafür danken wir den Ministerialbeamten und besonders Herrn W. F. für das großes Verständnis und die hilfreiche Ermunterung.

„Es irrt der Mensch so lang er strebt.“ Was dem einen gut erscheint ist immer auch böse für andere und umgekehrt. Wir leben ohne unseren Schöpfer, daher – wie gewünscht – in einer geistigen Polarität zwischen Richtig und Falsch und stellen diese Tatsache als allgemeingültig in Rechnung. Wir urteilen und glauben verurteilen zu dürfen. Obwohl es heißt, „richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet..“ Und deswegen wird das, was wir zu wissen glauben, sich nur immer als der neueste Irrtum herausstellen, aber niemals die ewige Wahrheit sein. Und uns damit ins Unrecht setzen. Und so wurden die weltweit verstreuten unterschiedlichen Religionsstifter und Geisteslehrer mit ihrem Appell „metanoia“ interessant, mit ihrem immer gleichlautenden ubiquitärer Aufruf, der die Menschheit ständig erinner soll: Kehrt zurück! „Taucht aus diesem Meer des Irrtums auf“ (Goehte, Faust).  „Wir haben uns nicht, darum werden wir erst“, auch diese grundlegende Einsicht hörten die Schüler. Sie stammt vom Philosophen Ernst Bloch. Denn all unsere Urteile sind nur solange falsch, bis sich ihr Gegenteil zeigt. Und wir sollten endlich auch begreifen, dass der gespaltene Verstand immer wieder bei der Aussage eines Sokrates enden wird: „Ich weiß, dass ich nichts weiß!“ Fazit: Es ist dem Menschen alles schon immer gesagt worden! Er könnte es wissen. Er will nur nicht. Er möchte sein wie Gott und urteilen können. Doch Gott hat dazu keinen Grund. Denn „Er sah, dass es gut war!“ (Mose 2,4-25)

Vergessen wird hierbei leider die Erfordernis des Umpolens, des sich Wandelns im Bewusstsein, ein „die Lichter umstellen“ bis hin zu der Erleuchtung, die darin gipfelt: „Nicht ich, sondern der Vater in mir tut die Werke“ (Joh. 14,10). Das bedeutet jedoch für den heutigen Menschen eine eindeutige  Zäsur seines Weltbildes, eine regelrechte Metamorphose wie von der Raupe zum Schmetterling. Ein noch zu vollziehender, geistiger Quantensprung in eine höhere, geistige Dimension, hin zu dem geistigen Band, das den vielen fehlt – wie Goethe sagt.

Auf Grund der Zeitqualität machen wir diese gesamte Thematik des menschlichen Leids, der Untergänge und des Neuwerdens noch einmal verstärkt zum Mittelpunkt unseres Unterrichts – diesmal auch über Lehrbriefe (zu finden unter „Epistolae“). Das könnte noch so manchen über die kommenden, stürmischen Tage retten – so er ehrlich danach sucht.

Natürlich wird es immer wieder einige geben, die es besser zu wissen glauben, die sich sagen, das sei alles nur dummes Gerede – man solle lieber Fußball schauen und nur öfters Sex haben, denn das Glück läge beim Ball im Tor des Gegners oder zwischen den Beinen der Frau (wobei es egal ist bei welcher. Es muss nur die „richtige“ Stellung sein.) Demjenigen müssen wir hier adieu sagen! Probiert es einfach selbst aus!
Dann also tschüss, ihr Lieben! Und macht’s gut!

Nach dieser kurzen Wiederholung früherer Lehrinhalte geht es für Mitglieder jetzt weiter zu Seite 2

Viel Spaß!