„Die Lehrer aber werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die, die viel zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich.“
Buch Daniel (12,3)

Bei uns geht es um das geistige Werden,
um hoch inspirierende Bildungsmomente, die mehr und mehr Intuition, Einsicht, Reife und Weitblick für die Dinge hinter den Dingen ermöglichen.

Herzlich willkommem!

Wir befinden uns in Zeiten eines fundamentalen Epochenwandels und vieler unerwarteter Veränderungen. Vieles wandelt sich jetzt grundlegend und für manche völlig überraschend.

Jedoch weniger für uns und die Freunde der Ulmer Heilandragogik.  Wir sind uns des ubiquitären Prinzip des Löse und Binde, des „Solve et Coagula“ schon seit Jahrzehnten bewusst und seelisch-geistig behutsam darauf eingestimmt und ausgerichtet. Natürlich jeder nach seinem eigenen Vermögen, seiner körperlich, seelisch und geistigen Aufnahme- und Leistungsfähigkeit.

In unserem Unterricht  lehrten wir schon immer den uralten Wandlungssatz Goethes, „Wenn du das nicht hast, dieses Stirb und Werde…“. Und wir erläuterten unseren Schülern auch, warum  es im Buch ACIM das Statement gibt: „Suche, aber finde nicht!“ Viele Ältere kennen noch aus ihrem Lateinunterricht jenes „Tempora mutantur, nos et mutamur in illis.“ Und manche der Jüngeren haben das Buch von  Donald Walsh gelesen: „Wenn sich alles ändert, ändere alles!“

Und dennoch sind es immer noch zu wenige, die dies beherzigen.

Deshalb wundern wir uns  auch nicht, dass der Religionsstifter der Christenheit betonte: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt!“ oder  wenn der Buddhismus uns mitteilt: „Die Welt ist Schein!“. Diese Aussagen laufen nämlich all  zusammen genommen nur auf Eines hinaus: „Du, der du hier eintrittst, lass alle Hoffnung fahren!“ Diese Ausführung stammt von Dante.

Was denkt ihr? Alles nur dummes Gerede? Bestimmt nicht, ganz im Gegenteil!

Daher versteht man in unserer Schule auch, was die Dichterin Mascha Kaléko mit der „Sehnsucht nach dem Anderswo“ meinte und Ernst Bloch mit seinen wunderschönen Schlussakkord („Das Prinzip Hoffnung“) so formulierte: „…was allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat!“

Wir haben unsere Heimat verloren. Wir leben in einer gefallenen Welt. Und allen Anstrengungen zum Trotz: Unsere Heimat ist hier anscheinend nicht zu finden. Unser irdisches Leben erfüllt sich nicht. Unsere Hoffnungen gehen nicht auf. Alles Materielle ist ständig in einem Fluss von Aufstieg und Niedergang (Heraklit). Und das Ego des Menschen erhofft sich eine Erlösung durch die Welt und fährt dennoch an die Wand.

Kurzum, es ist alles schon wiederholt gesagt worden und liegt für jedermann auch ganz offen da. Dennoch will man nicht hören.

Um Wandlungsprozesse, eine Metamorphose, gut zu bewältigen – wie z.B. der Phönix, der aus der Asche emporsteigt oder die Raupe, die zum Schmetterling wird, müssten wir hoch geistiger Natur sein, den diesen Prozessen gehen sonst immer wieder tiefgehende Einschnitte, manchmal sogar ein Axthieb in das Egoselbst, ein plötzlicher Abbruch und ein Scheitern voraus. Wobei hier im besten Fall dann Demut bezüglich des ubiquitären Schöpfungsprozesses und damit eine seelische – geistige Läuterung eintreten könnten.

Dabei helfen uns bestimmte flexible, charakterlichen Eigenschaften und auf die könnte man bereits schon von Kindheit an gut vorbereitet werden. Manche Eliteschulen leisten das auch.

Denn Wandlung bedeutet seit jeher das Überschreiten zu eng gewordener, geistiger Egovorstellungen  – angefangen bei dem üblichen Gefühl eines Opferdaseins in dieser unserer Welt der Polarität von Gut und Böse, über einen Dimensionssprung in eine neue, höhere, offenere und tolerantere Ebene der Liebe und Fülle und am Ende bis hin zum reinen Sein, dem Nunc Stans (vergl. auch Meister Eckart, Erich Fromm, Pater Sudbrack SJ, Eckart Tolle usw.).

AUFGEPASST!

Diese Seiten werden immer wieder neu überarbeitet. Es lohnt sich deshalb, auch öfters vorbei zu schauen.

Das Bildungsprojekt als soches wurde aber schon in den 90-ger Jahren vom Gesundheits- und Sozialministerium BW begutachtet und als Prävention für mehr Gesundheit und weniger Krankheit ausdrücklich empfohlen.

Wir seien eine Spezialtruppe innerhalb der Gesundheitsvorsorge, so sagte man uns, die unbedingt noch mehr Ausbreitung finden sollte. Das gab man uns schriftlich.

Den Menschen von damals gilt noch immer unser Dank und unsere Hochachtung für ihr tiefes Verständnis und ihre Ermunterung!

Um diese wichtigen Reifeprozesse, die noch viel mehr sind als nur eine cognitive Verhaltensänderung oder ein philosophisches Vielwissen und die auch in keinster Weise wie eine Krankenbehandlungen betrachtet werden dürfen – ganz im Gegenteil – darum bemühen wir uns schon seit Jahren und ermöglichen so unseren Schülern einen flexiblen, wandelbaren Geist. Das passiert natürlich nicht von heute auf morgen.

Doch gerade jetzt ist ein flexibler Geist wieder enorm wichtig. Denn es geht nun für den Einzelnen um die Chance eines Dimensionswechsels – so er dies erkennt und auch möchte.

Deshalb sollten wir jetzt ausführlicher  und fachbezogener werden! Bitte nehmt euch deshalb Zeit und Muse für die nächsten Abschnitte und Seiten und lest mit offenem Herzen weiter. Oder steigt hier aus und kommt vielleicht später wieder.

Und wenn ihr denkt, das sei alles nur dummes Gerede – dann sagen wir euch gerne adieu, macht’s gut und Tschüss!

Für alle anderen geht’s gleich weiter im Text! Denn weltweit verstreut gibt es überaus kostbare Perlen zeitloser Wahrheit und großen Verstehens, um das sich im Alltag leider viel zu wenige kümmern. Aus Bequemlichkeit? Aus Arroganz? Hat man zu wenig Neugierde? Lebt man in einer Blase der Verdrängung und damit in einer dogmatischen Besserwisserei?

Wie dem auch immer sei! Eine erhabene, geistige Gelehrsamkeit, eine „Philosophia Perennis“ findet sich dennoch überall, in allen Ländern, in jeder Kultur und zu allen Zeiten – gleichermaßen. Es wurde dem Menschen alles bereits in seiner  eigenen Sprache gesagt. Das sollte doch erstaunen, oder nicht?
Und just jene Kleinode wurden und werden von uns gesammelt, gesichtet, verglichen und miteinander zu einem großen Strauß gebunden und in die Mitte des jeweiligen geistigen Klassenraumes gestellt.

Und diesen bunten Schatz bringen wir – als heilende, weil geistig verbindende Bildung (deshalb auch der Name Heil-Andragogik) – mit viel Freude und Hingabe  zu unseren jeweiligen Interessenten. Ein festes Ziel, das es für unser Klientel gleichermaßen zu erreichen gäbe, haben wir dabei nie im Auge. Jeder kann alles selbst prüfen und sich das für sich herausnehmen, was ihn auf Grund seiner inneren Entwicklung anblinkt. Und wenn er den Impuls verspürt sich mit anderen darüber auch zu unterhalten und wahrheitsgemäß auszudrücken – in Gedanken, Worten und Werken – ist er bei uns immer gerne gesehen. Selbstverständlich kann man es auch wieder sein lassen, Pause machen und gehen. Die geistigen Samen, die wir ausstreuen, fallen naturgemäß immer auf sehr unterschiedliche Böden. Unsere Anforderungen an die Schüler werden aber jetzt höher. Denn der weltumspannende Wandlungsprozess ist längst am Laufen. Es geht jetzt um die Vielfalt in der Einheit und damit um einen  – Quantensprung. Jetzt sind wieder mehr die geistigen Pioniere gefragt.

Früher gab es noch unsere Einzelstunden – dazu weiter unten mehr. Warum gibt es jetzt hauptsächlich Unterricht?

Um jedwede Gruppe webt und schwebt immer eine höhere Geistigkeit, ähnlich einer inspirierenden und zeugenden Wolke (vergl. Joh. 3,8 ff, Meister Eckart). Und diese vermischt sich mit jedem schon geöffneten Bewusstsein, wenn die Zeit für das einzelne Wesen dafür reif ist (vergl. auch die Theorie des Nobelpreis Biologen R. Sheldrake) und inspiriert so zu einem immer höheren, etischen, moralischen und letztlich liebevolleren Handeln, das sich aber auch über das „Nein in der Liebe“ (Schellenbaum) ausbreiten können muss. Wie wäre denn sonst je eine höhere Entwicklung möglich?

AUFGEPASST!

Nach den Zeiten des Aufstiegs kommen deshalb aber auch immer wieder Zeiten des Abstiegs und des Niedergangs. Eine lineare Entwicklung in dieser unserer Welt der Polarität gibt es nicht. Jeder Pol erzwingt auch immer seinen Gegenpol. Das wird zu oft übersehen. Alles Weltliche ist ständig in einer Auf- und Abschwingung der Gezeiten: Tag versus Nacht – Krankheit versus Gesundheit – Hoch versus Tief etc. Einen Pol davon eliminieren zu wollen, unterliegt einer fehlgeleiteten Deutung und widerspricht den geistigen Gesetzen des Wandels. Das ist unbedingt zu berücksichtigen. Sic.

Erinnern wir uns an dieser Stelle bitte an Erich Fried‘s Gedicht „Die Bösen werden geschlachtet die Welt wird gut.“ So denken viele, doch sie unterliegen einem Irrtum! Die Bösen werden dadurch immer mehr. So sind die geistigen Gesetze. Deshalb gilt der Satz: „Liebet eure Feinde, tuet Gutes denen, die euch hassen“ (Mt 5,38; Mt 7,1.) Das ist unabdingbar und das wussten schon die alten Griechen (vergl. deren Mythos „Hydra“). Man muss, um Weisheit zu haben, beileibe kein Christ sein. Hören wir uns Erich Fried an:

Die Maßnahmen

Die Faulen werden geschlachtet
die Welt wird fleißig
Die Häßlichen werden geschlachtet
die Welt wird schön
Die Narren werden geschlachtet
die Welt wird weise
Die Kranken werden geschlachtet
die Welt wird gesund
Die Traurigen werden geschlachtet
die Welt wird lustig
Die Alten werden geschlachtet
die Welt wird jung
Die Feinde werden geschlachtet
die Welt wird freundlich
Die Bösen werden geschlachtet
die Welt wird gut

Erich Fried

Das ist echter Durchblick, satirisch präsentiert! Für viele andere aber ist das schwer zu begreifen. Dem entsprechend steht ein jeder Mensch und ein jedes Wesen auf der Leiter in ein höheres, geistigeres Leben auf seiner spezifischen, evolutionären Stufe und hat für eine Erweiterung bereits alle Anlagen auch in sich (vergl. Gen 28,11 und Galileo Galilei). Es sollte deshalb auch keiner von sich sagen, mich betrifft das nicht.

Wer also, möchte sich hierzu einfinden und zu uns gesellen? Wir starten immer mal wieder eine neue kleine Gruppe.

Wichtig! Die dafür maßgeblichen Lehrer fungieren deshalb immer nur als Katalysatoren, Brückenbauer oder einfach nur als Zeigefinger – wie auf diesem Bild links und auf den vielen anderen Bildern auf diesen, unseren Seiten – seien es auch nur die Symbolfiguren mit ausgestrecktem Arm oder mit einem hochgehaltenem Schwert. Achtet bitte einmal darauf! Sie senden alle den gleichen Appell nach Außen: Bei uns geht es um das geistige Werden! Aber auch immer wieder um das Gegenteil, eben dieses kurzzeitige, tiefe Absacken. (Dieses „Vater, Vater, warum hast du mich verlassen?“ Matth. 27,46) So wie auch derzeit überall. Und dieser Absturz  ist eine eiserne Regel, auf die man einfach vorbereitet sein sollte. Die meisten haben dann davor leider Angst. Doch Angst kommt immer vom Ego. („In der Welt habt ihr Angst…“ Joh. 14,27).

Ein einseitiger fester Lehrplan für alle wäre unserem Anliegen abhold. Unsere Bildung – wie wir sie verstehen – gleicht einer Hebammenkunst für eine höhere, geistige Entwicklung und Entfaltung (vergl. C. Rogers und M. Buber). Und sie braucht ein weites und offenes und jeder Verwerfung und Spaltung abgeneigtes, förderndes Klima für ein alles verbindendes Wissen. Diese hohen geistigen Räume spannen wir schon seit jeher auf, geistig und real und immer so weit es uns jeweils möglich ist.

Nun etwas konkreter, für die, die es genauer wissen wollen:
Schon lange widmen wir uns vorurteilslos den doch sehr verschiedenen, geistigen Wegen.  Wir haben deshalb in unser Repertoire  – neben den verschiedenen Beratungs- und Therapiewissenschaften, aus unterschiedlichen Psychologien und Soziologien – auch noch alte Philosophien, Mythologien und die vergleichenden Religionswissenschaften zu einem einzigen Unterrichtsteppich sammen gewebt. Unserem denkerischen Urgrund – der psychologischen Pädagogik – als Basis unseres beruflichen Handelns – sind wir dabei treu geblieben. Schon in frühen Jahren entstand so eine heilsame Bildung, die einer geistigen Einheit und damit dem inneren Frieden Vorschub leistet. Wir verstehen uns dementsprechend eben auch immer nur als Wegweiser für höhere geistige Ebenen.

Jedoch: Sein eigenes Wachstum in Gang zu setzen, ist in unserer Gesellschaft nicht üblich. Dafür muss sich jeder immer selbst einen Tritt geben. Und daran happert es. Viele sind dem  geistigen Werden entwöhnt und viel zu bequem geworden. Wer liest noch die alten Mystiker? Wer schickt seine Kinder heute noch auf ein humanistisches Gymnasium oder gar auf eine hochkarätige Geistesschule? Oder leistet sich einen Privatlehrer, obwohl das Geld vorhanden wäre? Vielen ist heute  das „dolce far niente“ im  Urlaub das Wichtigste.

Wir richten deshalb immer mal wieder unseren Appell an mögliche Interessenten: Was auch  kommt, „des Leben’s Ruf an uns wird niemals enden…“ (Hermann Hesse). Analog dazu verweisen wir auf den uralten Glauben im Hinduismus, wo gesagt wird: Gott Brahma atmet immer wieder neu ein und dann wieder aus. Und mit diesem Gleichnis deuten wir auf die in der Schöpfung ewigen Wandlungsprozesse, wie wir sie auch jetzt wieder durchmachen. Sie dienen dem Ablegen des längst Überholtem und damit dem Aufstieg des Einzelnen in mehr Vollkommeneit. Sic!

Eine Anmerkung für frühere Schüler:

Auf Grund der pandemischen Lagen stellten wir die helfenden Gespräche und Kurse für  Anfänger weitgehend ein. Für uns war das gut so. Die Welt ist im Wandel und wir natürlich auch. Wir haben gemerkt, die alte Form mit Anfängern zu arbeiten hat sich mittlerweile auf Grund der Zeitqualität – für uns – überholt. Um so mehr Engagement widmen wir jetzt den schon Fortgeschrittenen, jenen, die sich längst selbstbewusst in eigener, geistiger Verantwortung sehen. Wer zählt sich dazu und möchte deshalb noch höhere Ansprüche an sich stellen? Motto: „The world is not enough“?

In jedem Fall sind wir offen für all jene, die sich geistig so fühlen, als wären sie Wanderer zwischen den Welten, „In dieser Welt, aber nicht mehr von dieser Welt!“ Das ist ganz normal  und das sind gar nicht so wenige. Ein dementsprechendes Empfinden seiner selbst, (und im Zweifel ein Blick in den Rhythmus Charakter des eigenen Horoskops) gibt darüber schnell Antwort und Aufschluss – so man will.

An Stelle des freien Unterrichts für Anfänger und Fortgeschrittene wird es nun in Zukunft unsere  Lehrbriefe, die Epistolae (der Name ist Seneca nachempfunden) geben.  Das sind wahre Kleinode für hohen, geistigen Adel und noch reiferer Erkenntnis. Sie sind bereits gedacht für ein Selbststudium zur Erweiterung des eigenen Horizontes – speziell auch für die lehrenden Profis und pädagogischen Leuchtturm Spezialisten in spe (vergl. auch unsere heilandragogische „Erkenntnispädagogik“).
Zusätzlich wollen wir uns auch gerne wieder mit neuen, engagierten Mitgliedern zusammenschließen, um gemeinsam unseren intrinsischen, schöpferischen Ausdruck aus den eigenen Tiefen in Bewusstsein zu heben – ohne Wenn und Aber, jeder in eigener Verantwortung und als primus inter pares.
Und noch so einiges mehr, wie z.B. unsere „Sermones“, das sind themenspezifische Treffen zur Selbsthilfe.

Warum machen wir das,  mag mancher sich fragen? Hier kommt unsere Antwort:

„Der Mensch ist frei geboren und überall liegt er in Ketten. Manch einer glaubt, Herr über die anderen zu sein und ist ein größerer Sklave als sie.” (Rousseau)

Solche offene Worte setzen dem Leser natürlich zu. Und uns ganz besonders. Sie stammen von dem hochrangig Gelehrten, nämlich von Jean-Jacques Rousseau (geb.1712). Er war Schriftsteller, Philosoph, Pädagoge, Naturforscher und hatte großen Einfluss auf die Pädagogik und die politische Theorie der Aufklärung des späten 18. sowie des 19. und 20. Jahrhunderts in ganz Europa.

Dementsprechend sind wir eine Seilschaft, die sich besonders für das geistige Erwachen, dem höhere Sein im Menschen, also für den schöpferische Geist in ihm interessiert und das Entdecken desselben schon immer gefördert hat. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, genau diese Ego-Ketten mehr und mehr abstreifen zu helfen, damit irgendwann jeder selbst ein Leuchtturm des reinen geistigen Ausdrucks zu sein vermag.

Unsere Spezialität:
Wir bemühen uns daher auch besonders um synoptische Methoden, die keine übliche Diskussion, wohl aber das Bewusstsein erweiternde Dialoge unter den, nach geistigen Höhen dürstenden Menschen gelingen lässt.

Denn dass Diskussionen in ihrer Hartherzigkeit oft lebenszerstörend sein können, das steht schon in der ersten Sure des Koran und kann überall, besonders aber bei jeder Ehekrise beobachtet werden. Wir betrachten bei unseren Treffen deshalb auch ausdrücklich diesbezüglich die verschiedenen religiösen Ansätze – und das sei hier betont – derzeit das jesuanische Motto: „Wenn zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, dann bin ich mitten unter ihnen“(Mt. 28). Eine Aussage, die eine synoptische Kommunikationsform geradezu herausfordert, bei der alles zusammenfindet und zusammenklingt. Die aber viel zu wenig gelehrt wird.

Allerdings wissen wir auch um den absurden Widerstand, der uns dann entgegenkommt: Klingt etwas irgendwie spirituell oder sogar mystisch, winken heute viele ab: „Dummes Gerede!“ Gar manchem mag die Aussage eines Jesu übertrieben und arrogant erscheinen. Uns ist durchaus klar, dass etwas, was noch nicht gleich begriffen und durchschaut wird, für viele Menschen obsolet erscheinen muss. Vieles davon wird sogar von jemanden, der sich besonders durch die Naturwissenschaften als nüchterner Denker und als Jünger der Aufklärung ansieht, zum Desavouieren jeder noch so hohen spirituellen Aussage veranlassen können. Wir meinen aber: Das geht doch längst besser, wenn man sich geistig nur in Bewegung setzt und mit anders Denkenden vereint!

Der Witz dabei ist nämlich: Die Aussagen der Weisheitslehrer und wahren Religionsgründer begegnen uns auch sonst überall im täglichen Leben, allerdings mit einem anderen „Wording“ versehen. Und dort werden sie dann – weil jetzt wissenschaftlich konnotiert – erstaunlich schnell akzeptiert und akzeleriert. Das richtige „Framing“ macht es dann aus. Besonders wenn die Inhalte noch fachbezogen ausgedrückt und umschrieben werden.
Beispiel: Ob sie uns nämlich in der Psychoanalyse als die Gesetze des Gruppengeistes oder als das soziale Unbewusste (vergl. Shaked) entgegenkommen oder innerhalb der modernen Biologie und in der Wirtschaft als „Schwarm Intelligenz“ verkauft werden, ist doch wirklich – sub species aeternitatis – also metatheoretisch – ungleich egal. Gemeint ist nämlich immer dasselbe. Ob man sich in Indien um einen Guru (wie früher um Krishnamurti, Osho etc. ) herum versammelte, um jene hochgebildeten Menschen, die das ängstliche Sein des „Schwarms“ mit ihrem höheren Wissen aufzulösen versuchten, oder um einen Schamanen  oder gar um einen kath. Priester mit seinen die Trance fördernden, okkulten Ritualen, einem Hochgrad Freimaurer oder ob wir dies auch als demokratisches Spezifikum unseres Parlamentes anerkennen, das Ergebnis ist immer folgendes:

Nur ein höherer, liebender Geist zieht das Niedrige an sich und mit sich – nämlich auf ein wesentlich höheres Niveau.
Oder aber jenes Niedrige stößt sich eigenwillig von selbst vom Höheren ab, verschließt sich und verbleibt trotzig in seiner engen, aber immer angstvollen, geistigen Hölle. Und es kämpft dort einen besessenen Kampf gegen jede höhere Wahrheit. (Jeder Wutanfall kann so gedeutet werden.)

Das Niedrige will keine Vereinigung. Im Gegenteil, es lebt für sein Alleinstellungsmerkmal und agiert in einer Blase der Ich-Bezogenheit. Es ist überaus schnell narzisstisch verletzt. Und es verbohrt sich lieber im Denkhandeln der Angstvermeidung, bleibt in Abwehr und Ausgrenzung – bis hin zur Vernichtung des Höheren, das für ihn gefährlich erscheint. Was letztlich auch der Wahrheit entspricht. Denn im Licht wird sich die Dunkelheit immer sanft auflösen müssen.
Das weiß jeder aus eigener Erfahrung, wenn er morgens die Läden öffnet, dass das Licht die Dunkelheit zunichte macht.

Gerade diese Gegensatzpaare Hoch und Niedrig, Gut und Böse, Hell und Dunkel, Wahr oder Falsch kennzeichnen fast überall das Sein des Menschen und erzeugen die jeweiligen Glaubenskriege und die barbarischen Feindschaften untereinander.
Innerhalb ihres niedrigen, angstmachenden Denkhandelns wollen viele sich bereichern, sich hervortun und durchsetzen, um Recht zu bekommen – unter dem Vorwand die Welt nach eigener Vorstellung verbessern zu können. Denn sie befinden sich in einer Blase des geistigen Mangels und werden argwöhnisch, wenn sie nicht siegen können. Viele verfallen dann, wenn sie vermuten zu scheitern, einem abgrundtiefen Hass.

Sie vergessen nämlich: Die Welt der Polarität kann man nicht verändern. Sich selbst jedoch schon, in dem man lernt die Verflochtenheit aller Dinge zu durchschauen und die höhere Ordnung in allem zu erleben.

Richtig oder falsch, Wahr oder Unwahr, Wert oder Unwert, das sind die Fragen, die die Menschen seit jeher bewegen. Einsichten an denen wir uns aber eher orientieren sollten, sind z.B. folgende:

  • „Nichts ist ohne sein Gegenteil wahr“! Das sagte der große Martin Walser. Denn wir leben in einer polaren Welt.
  • Und „Intelligenz erfordert, dass man seine Meinung nicht verteidigt.“ Dieser Hammersatz stammt von dem Quantenphysiker David Bohm. Heureka! Solche Sätze lassen unser Herz immer hüpfen.
  • Und von Max Plank, dem Begründer der Quantenphysik, wird es auf den Punkt gebracht: „Der Mensch wird religiös, wenn er das Erlebnis der Erkenntnis hat und sich zu seinen Gefühlen bekennt“.

Das sagen moderne, hochrangige Wissenschaftler und genau das sind auch unsere Themen.

Leiden oder Erkenntnis lautet daher auch unsere Kurzformel.

Die Folge daraus kann deshalb für den einzelnen nur sein: Wo findet
er seine Vorbilder, um sich aus der Klammer der Angst, den
Unsicherheiten und des Mangeldenkens zu lösen?

Das Problem wollen wir mit Fragen über uns selbst angehen. Sie werden deshalb zu
stellen sein, weil es nicht unerheblich ist, wess‘ Geistes Kind jemand
ist, wer er sein möchte und wer denjenigen hierin als Beispiel dienen
darf. Wem also soll man sich nähern und zugesellen? Dem Hasserfüllten
oder dem Wohlwollenden? Der Porno Industrie oder dem niveauvollen
Tanzclub?  Einer materialistischen, Angst erzeugenden Wissenschaft oder der
geisteswissenschaftlichen Gruppe derer, die Hilfe zur Selbsthilfe dem Menschen
anbieten? Der Mehrheit der sinnlich orientierten Lustgewinnler oder den wenigen Aufklärern und Erleuchteten der Weltgeschichte?

Oder etwa gar letztlich nur der inneren Stimme? Heist es nicht sogar, „…wisset ihr nicht, dass ihr ein Tempel des Hl. Geistes seid“ (1.Kor.)? Wow!

Nun zum punktum saliens, dem springenden Punkt unserer Schulungen

„Fremder Weg ist der Furcht voll, auf eigenem Weg aber ist man wohlbewahrt“, so liest man es auch in den Upanishaden, den uralten Weisheitsbüchern des Hinduismus, die weit, weit vor Christi Geburt entstanden sind. Wie der eigene Weg zu gehen ist, hat Jahrhunderte später der Nazarener durch seine gesamte Persönlichkeit dargetan.

Diesen Ansatz des eigenen, vorbestimmten Weges vertreten heute besonders auch die Schüler der Psychologie C.G. Jungs, die Anhänger der wissenschaftlichen Gesprächspsychotherapie und viele der modernen Jünger der Astrologie, aber auch Freikirchen, bis hin zu vielen östlichen Lehrern und den weltweit verstreuten Mystikern.

Die Wahl, wem wir jemals folgen, uns selbst oder fremden Meinungen, haben wir selbst zu treffen. Darin liegt unsere Freiheit. Folgen wir dem allgemein kollektiven Denken eines Schuldprinzips, einer holistischen, systemischen Weltsicht, dem Weg der Buddhaschaft, der Psychoanalyse oder  der moderne Neurophysiologie und Quantenphysik?

Nur wir entscheiden darüber. Immer sind wir vor die Wahl gestellt, nehmen wir den breiten, bequemen Weg oder den steilen Aufstieg zu unserer inneren Führung, der Stimme des Hl. Geistes, wie christliche Erneuerer sagen? Oder gilt einfach „In dubio, pro DEO!“? Wegweisung finden wir intuitiv überall, doch nur wenn wir ernsthaft und dauerhaft den Wandel bei uns suchen und nicht nur Althergebrachtes übernehmen und tradieren.

Allerdings sagt auch Goethe: „Die Wenigen, die etwas (also etwas Höheres) davon erkannt…, hat man von je gekreuzigt und verbrannt“. Beispiele dafür gibt es in der Menschheitsgeschichte mehr als genug. Das Genie Giordano Bruno wurde von der Kirche gefoltert und umgebracht. Galilei musste widerrufen. Die Kirche bestimmte damals das mehrheitliche, westliche Denken. Aber was ist schon Mehrheit? „Verstand ist stets bei wen’gen nur gewesen“, erläutert Schiller. Das beruhigt doch – oder? Nein! Uns eben nicht! Es ist nicht ungleich egal, ob theoretische Modelle zur Erkenntnis der Wahrheit führen oder der Abwehr von Erkenntnis und damit den Illusionen dienen.

Unserer Gruppe ist Schillers Satz die Ermunterung schlechthin. Und er ist die Aufforderung für viel mehr geistige, fächerübergreifende Bildung einzutreten, für geistige Bildung und nochmal geistige Bildung und nochmal – möglichst ein ganzes Leben lang, so lange, bis man weise geworden ist und mit der Welt im Reinen und im Frieden ist. Und diese dann auch verlassen mag, in der Erkenntnis: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“!  Das sagte übrigens der Religionsgründer der Christenheit.

Seit vielen Jahren in der akademischen Erwachsenen Beratung und Bildung offiziell akkreditiert, beschäftigen wir uns deshalb mit der Ausdehnung und der praktischen Durchführung  tiefenpsychologischer, philosophischer, pädagogischer und besonders spiritueller Theorien sowie der neurophysiologischen Wissenschaft. Und das möglichst fakultätsübergreifend und zu einem Gesamtkomplex zusammenführend, also die Spaltungen der einzelnen Fakultäten mehr und mehr aufhebend. Denn wir leben in einer polarisierenden Welt und noch lange nicht in einer geistigen Einheit.

In diesem Kontext ist Glück die Aufhebung der Trennung und das sich Wiedereinfinden in der Einheit und damit in der Nichtexistenz (Nirvana) allen Seienden. Wir widmen uns sogar theoretisch und praktisch all jenen Methoden, die an die Wiedererinnerung des in jedem innewohnenden, inhärenten schöpferischen Seins rühren, dem ICH BIN.

Aufgepasst!
Nun geht es auf der nächsten Seite noch weiter mit einer  Kiste bunter pädagogischer Bausteine und Methoden und der Aufforderung an alle Interessenten: „Komm ins Offene, Freund!“ (Hölderlin).
Diese Seite kann von Ungeduldigen aber auch übersprungen werden. Macht einfach dann weiter mit der Seite „Epistolae“ – so ihr wollt. Oder klickt auf diesen Knopf:

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