„Dich störe nichts, wie es auch weiter klinge,
schon längst gewohnt der wunderbarsten Dinge.“
Goethe, Faust II



Unsere Lehrbriefe, die Epistolae Reihe zum Nachdenken und Selbststudium

Anmerkung für frühere Schüler:

Zur Ergänzung oder an Stelle des Unterrichts gibt es jetzt unsere Lehrbriefe, die Epistolae Morales, wahre Kleinode für hohen, geistigen Adel und noch reifere Erkenntnis – sowie wieder kleine Gruppen auf hohem Niveau, um sich im anderen geistig zu spiegeln.

Bei den Epistolae handelt es sich methodisch um schriftliche Impuls Seminare. Sie initiieren notwendige Überlegungen zum eigenen Standpunkt, zum eigenen Sein – und so ihr dies wollt, für eine echte geistige Stärkung aller, die dieser bedürfen.

Die Epistolae bringen einerseits viel uraltes Wissen. Darüber hinaus geht es auch um  notwendige Anforderungen an das menschliche Dasein: Die Aufhebung aller Trennungen im Geistigen bis hin zum großen „ICH BIN“, sprich zur umfassenden, erlebten Bewusstheit der Vielfalt in der Einheit (auch Erleuchtung genannt oder alttestamentarisch, die Schau von Angesicht zu Angesicht (2. Mose 33,11) und christlich „Ich und der Vater sind eins“(Joh. 10,30). Bei Meister Eckart „Die Unterschiedenheit ohne Unterschied“(EW I, S.131))

Wir erkennen durchaus, viele hätten – besonders unsere Schüler der naturwissenschaftlichen Gemeinde – gerne alles „schwarz auf weiß“ mit dem Nachsatz: Quod erat demonstrandum!
Die Ulmer Heilandragogik liefert dies bewusst nicht. Denn „panta rhei“ – alles fließt. Man kann nicht 2x in denselben Fluss steigen. (Heraklit von Ephesos, 520 v. Chr.) Die Entwicklung der Welten ist ständig in Bewegung und lässt derartiges gar nicht zu. So gesehen diskutieren wir – wissenschaftlich gesehen – auch wir immer nur den „neuesten Irrtum“.
Die Geschichte der Naturwissenschaft muss deshalb auch als die Geschichte der menschlichen Irrtümer, besser noch als ein System des immanentes Wandlungsprinzip anerkannt werden. Morgen ist das heute schon nicht mehr wahr. „Es irrt der Mensch, so lang er strebt!“ (Goethe). Und was ist überhaupt wahr? Nur Materie, die man messen kann? Die aber auch immer wieder verfällt?
Jede neue, junge Generation will für sich das nie einsehen, dass auch sie schon wieder den neuesten Irrtum, zumindest eine Theorie von nur mittlerer Reichweite befeuert. Die Alten und Weisen erkennen das im Rückblick auf ihr vergangenes Leben ungleich besser – wenn sie dafür schon geeignet waren oder entsprechend ausgebildet wurden. Doch wo sind hierfür noch die geeigneten Weisheitsschulen zu finden, die es früher reichlich gab?

 Nichts Wirkliches kann bedroht werden. Nichts Unwirkliches existiert.
Hierin liegt der Frieden Gottes.“

(Zitat aus „A Course In Miracles“, ACIM)

Wow, welch eine Aussage! Was bedroht werden kann, ist immer nur das Vergängliche? Wenn wir also etwas anderes wären, würden wir auch nicht mehr durch einen Tod bedroht werden müssen? Demnach sind wir nicht wirklich das, was wir denken, also mehr als ein Körper? Frage: Ahnen wir das nicht schon längst im eigenen Inneren?

Wie dem auch sei – unsere Briefe sollen den Schüler zur Selbstreflexion des eigenen geistigen Standortes anregen. Die Absicht ist, den zeitweilig eingeschlafenen Geist wieder aufzuwecken und ins Fließen zu bringen, zum ständig seelisch-geistigen Wachstum bis hin zum Nunc Stans. Wie sagte schon Goya, geb.1746: „Die schlafende Vernunft gebiert Ungeheuer“.

Unsere „Writings“ sind daher auch nicht in der üblichen, wissenschaftlichen Manier verfasst, also mit genauen Quellenverweisen.  Sie sollen nicht als der Weisheit allerletzter Schluss verstanden werden. Können es natürlich – sub specie aeternitatis – auch nie sein.

Solche Themen könnt ihr bei uns unter dem Stichwort „Epistolae“ abrufen oder / und auch selbst in unseren Gruppen aus eurem Inneren heraus miteinander abwägen:

„Leiden oder Erkenntnis“ bedeutet was? – Die Polarität  oder jenseits von Gut und Böse – Braucht das Leben Korrekturen? – Die Welt durchschauen? Die Welt sei Schein, meinte Buddha – Hegel: Das Bewusstsein bestimmt das Sein. – Marx: Das Sein bestimmt das Bewusstsein. – Buchbesprechung. „Warum der Mensch sich Gott erschuf“ von Wolfgang Schmidbauer – Status quo: Die Anomie  nach Émile Durkheim (1858–1917) – „Folget mir nach!“ (Jesus) Wie soll das gehen? – Das Sein im Hier und Jetzt – Der Mensch als multidimensionales Wesen – Wann stirbt der Tod? – Die verschiedenen Stufen des Bewusstseins bei Ken Wilber, den Rosenkreuzern, der Psychoanalyse u.a. – Hinweis auf Reinkarnation? Es war Sigmund Freud, der sagte, jeder sei für sein Unbewusstes selbst verantwortlich? Wieso? – Woran scheiterte Freud? – Kirche, Politik und Medizin – Kopfwäsche auf höchstem Niveau? – Astrologen denken in Analogien. Ist das nicht ein Widerspruch? – Psychoanalyse – Folterwerkzeug für das EGO? – „Die Geisterwelt ist nicht verschlossen… “ (Goethe) – Und setzet ihr nicht das Leben ein, … “ (Schiller) – „…ich glaube nicht, dass der Mangel an moralischen und ethischen Werten durch rein intellektuelle Bemühungen aufgewogen werden kann.“ (Albert Einstein) – Systemtheorie und ganzheitliches Denken – Was ist eine technokratische Medizin? – Wozu brauchte und gebraucht der Mensch noch immer Rituale – Beziehungsweisen – Beziehungswaisen – Beziehungswissen – Verliebtheit, immer eine Illusion? – Das Sex Desaster „Die männliche Überlegenheit im Liebeshandel ist ein armseliger Vorteil, durch den man nichts gewinnt und nur der weiblichen Natur Gewalt antut. Man sollte sich von jeder Frau in die Geheimnisse des Geschlechtslebens einführen lassen.“ (Karl Kraus) – Das Schöpfungsprinzip – Das Abklemmen der Lebensenergie – Medizin und Symptomverschiebung. Erklärungsansätze – Die höchste Selbstmordrate gibt es bei den Medizinern. – Die Angst vor einem medialen Bewusstsein – Ist ein guter Lehrer nicht immer auch ein Geistführer? – Was meint eine „Wiedergeburt im Geiste, Joh.3“? – Was bringen Einweihungswege? – Warum war Buddha dick? – Schizophrenie, was ist das wirklich? – „Der Mensch als Selbstgestalter seines Schicksals“ Prof. Dr. Otto Hartman – Schopenhauer: „Die Welt ist die Selbsterkenntnis des Willens.“ – Außerirdische Gottheiten oder nur ein Gott? – Was bedeutet es zu sagen „Die Quelle allen Seins“?

Bleiben wir noch beim Thema „Wir alle müssen sterben!“ Lest bitte jetzt langsam weiter – wie ein Philosoph. Und lest den Text auch mehrmals. Macht euch eure eigenen Gedanken und hinterfragt auch diese wieder. Bleibt offen und wägt ab.

Wir alle müssen sterben! Ist das wahr? Können wir das wirklich wissen?
Der Tod scheint uns doch sicher! Oder zweifelt jemand daran? Tobias Hürter, ein Philosoph und Physiker bezeichnet in seinem wunderschön geschriebenen Buch den Tod als einen Philosophen. Nun, die Religionsstifter und alle Heilslehren sagen immer mehr oder weniger ernsthaft, der Tod sei eine Illusion.  Der freie Geist sei durch die Erschaffung der Körper in Ketten gelegt – so ihr Credo. Der Geist selbst sei in einen Sarg gelegt. Der Tod biete nur – grob gesagt – eine gewisse Befreiung und damit die Möglichkeit einer Neuorientierung. Denken wir gründlich darüber nach.

Wie sehen wir diesbezüglich unsere Situation? Was meint Gifty dazu?

„Wann stirbt der Tod?“

Wann stirbt der Tod?
Es wird nun mal Zeit!
Er ist doch nicht das,
was uns endlos erfreut!

Er kommt aus dem Nichts
ja woll‘n wir dort hin?
Gar mancher vielleicht,
doch nicht das “Ich bin“!

Ich bin das „ICH BIN“,
was ein jeder auch ist.
Nur das ergibt Sinn,
und das ist auch die – List.

© Gifty’s poems 14.02.2022

Nichts wird heute mehr gefürchtet als die Vergänglichkeit und ein mögliches Ableben. Wir sind an dem Körperdasein interessiert. Selbst denen, die sich das Sterben wünschen, wird es in unseren Breiten nicht gestattet. Der Tod wischt dem Individuum doch alles wieder weg, was dieses sich für die Einmaligkeit und Besonderheit im Laufe des Lebens hart erarbeiten wollte und oft auch hat. Und das darf doch nicht sein! So ist die übliche Ansicht heute. „Gekämpft und doch verloren“, heißt es in den Todesanzeigen.
Das betrifft sowohl das Körper-Selbst, das Gefühls-Selbst, das Verstandes-Selbst, also all unsere Werte, derentwegen wir so gerne geliebt oder bewundert werden wollten, um  unser  ständig gefühltes Mangeldasein zu vergessen. Aber gab es nicht immer welche, die es einfach besser wussten als wir?

Ein gewöhnlicher Mensch (m/w) will diese Hoffnung, es möge doch noch irgendetwas Großartiges für ihn herausspringen – und sei es das letzte Weihnachten im Kreis der Familie – nur schwer loslassen. Und so werden manche mit den Jahren immer unleidlicher und frustrierter. Man wird verständlicherweise von der jungen Generation, die sich die Welt erst erobern möchte, dafür abgelehnt. Niemand will von einem anderen an einen Untergang, an das Scheitern seiner Ego-Träume gemahnt werden. Memento mori – nein danke! Dabei kann ein langsames Verlöschen für alle – gerade auch für die nächste Umgebung – sehr wichtig sein für das eigene, seelisch geistige Wachstum.

Der Tod setzt dem narzisstischen Ego, der äußeren Persona, die man doch so gerne geworden wäre  ein brutales und gnadenloses Ende, oft sogar plötzlich und unerwartet.  Nachts im Bad fällt mancher einfach um. Die Maske, die er sich geben wollte, fällt dabei scheppernd zu Boden.  Was von einem dann noch übrig bleibt mutet meist eher unappetitlich an. Die Umgebung wird dadurch oft traumatisiert. „Ach wie bald, ach wie bald, schwinden Jugend und Gestalt“ verkündet der unbestechliche Volksmund.

Doch es gibt auch sehr viele, die ganz bewusst aus der Welt scheiden wollen, deren „Lebenstrieb“ den bewussten Tod wählt. Warum wohl haben gerade die Ärzte die höchste Selbstmordrate aller Berufsgruppen? Weil ihnen ihr Scheitern mit den Jahren immer deutlicher geworden ist?

Ja, es gab durchaus Zeiten, da wurden die Menschen auch ohne moderne Technik viele hunderte Jahre alt. Sie lebten damals mit dem Jenseitigen in ständiger Verbindung – so wird in alten Schriften berichtet. Sie holten sich Rat bei Gott oder den Göttern, wie Moses zum Beispiel.
Und es gab auch immer wieder Zeiten, da lebten die Menschen nur wenige Jahrzehnte. Das war just dann, wo man voller Besessenheit und Gier nur der irdischen Lust nachjagte, wo man im Bewusstseins des Mangels und der daraus entstehenden Lust am „noch mehr desselben“ – lebte: Motto: „Die Welt ist nicht genug!“ Und diese dekadente Haltung beflügelte dann immer einen Untergang. (Jeder Pol erzwingt seinen Gegenpol.)
 


Und jetzt bitte Achtung!

 

Exkurs: Oben seht ihr eine Collage aus einem früheren Kurs. Wurde hier ein neurophysiologisches Thema oder ein spirituelles Thema besprochen? Oder beides?
Wer weiß es noch und kann es beschreiben? Oder welcher Neuling möchte sich darin versuchen?

Woran stirbt man denn überhaupt? Warum müssen gerade die Guten oft so viel leiden, möchte ein katholischer Priester – den wir gut kennen – wenn er im Himmel ist, gerne den lieben Gott fragen. Das berichtete er uns in einem vertraulichen Gespräch.

Auch viele wissenschaftliche Forscher vermuten durchaus eine höhere Instanz – manche nennen sie auch „die Seele“ – die sich beim Vorliegen bestimmter Bedingungen für das Verlassen ihres Körpers entscheidet. Und diese Bedingungen sind keineswegs zuerst körperlicher, sondern immer geistiger Natur. Denn der Körper sei nur der Bildschirm der Seele, wird uns da gesagt. (Der Begriff Seele ist in den Geisteswissenschaften unterschiedlich definiert.)

Manche Astrologen können sogar den Grund für ein Ableben benennen. Meistens hat ein Mensch dann seine notwendige intrinsische Aufgabe und seine notwendigen Wandlungsschritte vermieden, so wurden wir belehrt. Welche das gewesen wären, ist für den Astrologen ganz leicht zu erkennen. Unsere Erfahrung mit Menschen bestätigt das.

Auch Sigmund Freud und seine Anhänger vermuteten bereits so etwas wie einen Todeswunsch im Menschen. Für Astrologen ist das klar: Als Skorpion Aszendent lag Freud das Wandlungsprinzip, das Stirb und Werde, schon unbewusst im Blut. Und in dieser Absicht gestaltete er auch seine Talking Cure, die Psychoanalyse. Nur scheinbar diametral zu dieser Einstellung steht die Aussage eines Jesu, „wer mir nachfolgt, wird den Tod nicht schmecken“. Ein Grund, warum die Katholiken früher die Psychoanalyse vehement ablehnten. Wer hatte nun Recht?

Sollten wir uns dieses Kapitel nicht doch mal näher anschauen? Und wo müssten wir da suchen? Bei den Konzepten der Heiligen etwa? Die immer angeblich Wunder vollbrachten? Eine große Fundgrube bietet hier zum Beispiel die vergleichende Wissenschaft der Mystik. Besonders interessant ist die Mystik des Islam, der Sufismus.

Soweit sind wir aber noch nicht.
Deshalb zurück zum Thema Tod!

Nach der Grablegung gerät jeder gewöhnliche Mensch schnell in Vergessenheit. Was von einem bleibt ist nur noch eine Bild, eine Fata Morgana, eine Erinnerung in den Köpfen der anderen und verblasst. Vielleicht war man ja einst sogar beliebt und umjubelt. Oder man war gefürchtet wegen seiner Macht, die man ausübte oder berühmt geworden durch Entdeckungen, die das Leben verbessern half. Aber irgendwann juckt das niemanden mehr, außer vielleicht noch die Geschichtslehrer und Historiker.

In jedem Fall hat aber immer jeder seine Samen hinterlassen, in Gedanken Worten und Werken, leibliche und geistige Kinder, die sich eigenmächtig über Generationen hinweg fortsetzen. Und das macht dann doch einen Unterschied.

Denn „Was vergangen kehrt nicht wieder, aber ging es leuchtend nieder, leuchtet ’s lange noch zurück.“ (Karl August Förster, geb. 1784) 

Und so lesen wir bei Friedrich von Schiller:

„Auch das Schöne muss sterben! Das Menschen und Götter bezwinget, nicht die eherne Brust rührt es des stygischen Zeus. Einmal nur erweichte die Liebe den Schattenbeherrscher und an der Schwelle noch, streng, rief er zurück sein Geschenk.  Nicht stillt Aphrodite dem schönen Knaben die Wunde, die in den zierlichen Leib grausam der Eber geritzt. Nicht errettet den göttlichen Held die unsterbliche Mutter, wann er, am skäischen Tor fallend, sein Schicksal erfüllt. Aber sie steigt aus dem Meer mit allen Töchtern des Nereus und die Klage hebt an um den verherrlichten Sohn. Siehe, da weinen die Götter, es weinen die Göttinnen alle, dass das Schöne vergeht, dass das Vollkommene stirbt.
Auch ein Klaglied zu sein im Mund der Geliebten, ist herrlich, denn das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab.“

 

Das Schöne, Reine und Gute zu erreichen wird in allen Religionen hoch gepriesen, besonders im Kastensystem des Hinduismus. Und so existiert man dann vielleicht doch noch eine Weile in Fotoalben und Antiquariaten. Eines Tages will dann auch keiner mehr die alten Werke, die man der Welt hinterlassen hat. Man ist überholt und schon lange nicht mehr aktuell, höchstens noch in den Geschichtsbüchern oder in der Ahnengalerie.  Kennt ihr das riesige Hadrians Monument (die Engelsburg in Rom, die früher ein Mausoleum, ein Grab war?) So kann man seine Bedeutung der Nachwelt natürlich auch versuchen aufzudrücken. Es gibt übrigens ein religiöses Buch, in dem behauptet wird, nur die liebevollen Taten eines Menschen blieben erhalten (acim). Was aber sind liebevolle Taten? Auch darauf kommen wir noch zurück.

Überlegen wir einfach: Was ein so klägliches Ende haben kann, hatte somit dann auch nie einen strahlenden Anfang, oder? Eine Geburt ist für Frau und Kind oft ein Horror. Also wozu das Ganze? Warum sind wir hier? Um letztlich doch zu scheitern? Das mutet schon ziemlich teuflisch an. Aber sieht es nicht danach aus? Schließlich haben wir vom Baum des Todes gegessen, wie die Offenbarungen sagen. Und wir leben längst in einer gefallenen Welt? Wo wächst bitte das Gegengift, die Pflanze der Unsterblichkeit? Wo steht der Baum des ewigen Lebens?

Lösungsansätze gabt es schon immer: Man kann zu den indischen Brahmanen gehören oder zum Buddhisten werden und nicht mehr mit dieser niedrigen Welt körperlich, seelisch und gedanklich identifiziert sein. „Losgelöst im Hier und Jetzt“ heißt die buddhistische Empfehlung. Und die hat was!
Oder man folgt dem Christentum, das verspricht, man würde den Tod gar nicht brauchen, denn es gäbe ja ein ewiges Leben, wenn man sich hier nur genügend geläutert habe. Und so weiter…
Es gibt hier mehrere Modelle. Alle wahren Religionen weisen das sterblich körperliche, sinnliche Leben von sich und appellieren an den Menschen, es zu überschreiten, hinter sich zu lassen und zu den Göttern Stufe um Stufe aufzusteigen. „Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden!“ (Hermann Hesse)
Warum aber wollen wir das nicht? Auch hierzu gibt es unterschiedliche Meinungen, die wir untersuchen und uns gründlich anschauen sollten.

Aber zuerst gehen wir wieder zum Geheimrat Goethe:

„Werd’ ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch! Du bist so schön! Dann magst du mich in Fesseln schlagen, dann will ich gern zugrunde gehn! Dann mag die Totenglocke schallen, dann bist du deines Dienstes frei, die Uhr mag stehn, der Zeiger fallen, es sei die Zeit für mich vorbei!“.

Besiegelte Faust hier nicht einen höchst dekadenten Pakt mit dem Teufel?
Hoch interessant! Verlaufen Alter und Verfall nach diesem Modell?  Offensichtlich –  in Momenten der stärksten Identifizierung mit dem irdischen Leben, wenn ein weiterer Wandel ausgeschlossen wird? Hoppla? Kann das stimmen? Sollten wir das nicht untersuchen?
Hören wir im weiteren Verlauf dazu noch andere geistige Größen an, wie zum Beispiel:
Den Biologen, Prof. Dr. Julius Hartmann, Friedrich Nietzsche, Sigmund Freud, den hinduistischen Brahmanen Krishnamurti, Offenbarungen aus dem alten Testament, die Erkenntnisse bekannter Astrologen zum Todeszeitpunkt und last but not least natürlich den Nazarener.
Oder hören wir sogar etwas von euch und eurer Erfahrungen auf den Mitgliedseiten? Wisst ihr mehr? Dann schreibt uns.

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